FLÜCHTLINGSHILFE

Seit September 2015 lebten in Breddin Flüchtlingsfamilien. Ende November 2016 geht diese „Ära“ zu Ende. Der Landkreis OPR mietet die Wohnungen im Neubau auf Grund der zurück gegangenen Flüchtlingszahlen nicht mehr an.

 

Viele, viele Menschen aus Breddin und umliegenden Dörfern haben sich engagiert, um es den Familien, die in Breddin lebten, etwas leichter zu machen, mit den für sie völlig neuen Lebensbedingungen klar zu kommen: Deutschunterricht für Kinder und Erwachsene, Hilfe bei der Integration in der Schule und in der Kita, bei Wegen zu Ämtern und Ärzten, Auffinden von nötigen Haushaltsgegenständen usw.

 

Im Pfarrhaus gab es eine „Kleiderkammer“, in der auch Spielzeug und andere gute Dinge bereit standen. Die Reste werden jetzt der GAB in Kyritz übergegeben, die sie auch weiterhin Flüchtlingen zur Verfügung stellen wird.

 

Manche Überlegungen vom Herbst 2015 konnten nicht verwirklicht werden. Zum Beispiel kam es nie zu einer offenen Einladung, die mehr Begegnungen der Dorfbewohner mit den Flüchtlingen ermöglicht hätte. Wichtig waren jedoch die vielen einzelnen Kontakte, in denen ein unkompliziertes Kennenlernen gelang. Das wird sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Und diese Erfahrungen werden gebraucht. Unsere Welt ist voll von Flucht. Und bedrohte Menschen werden auch in Zukunft nach Deutschland kommen und Hilfe brauchen.

 

Vielleicht wird manchen der Engagierten demnächst eine Aufgabe fehlen. Ich möchte stellvertretend für viele Helfende Sieglinde und Hanno Leetz erwähnen, die sich fast täglich um das Wohl der Flüchtlingsfamilien gekümmert haben. Ihnen und allen anderen spreche ich meinen Dank aus – und tue dies sicher stellvertretend für viele in Breddin.

 

Als Kirchengemeinde haben wir uns etwas engagiert und immer Offenheit gezeigt; da wurde manche kleine Hilfe geleistet, zum Beispiel um die durch das Land Brandenburg zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel zu beantragen und an diejenigen weiter zu reichen, die sie benötigten. Ohne das gemeinsame bürgerschaftliche Einstehen für diejenigen, die Hilfe brauchen, wären die Flüchtlingsfamilien vor Ort gewiss nicht so schnell mit all dem für sie Neuem klar gekommen.