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GEMEINDE vor ORT… GEMEINDE unterwegs

Sterne

sind ein wunderbares, aber auch handfestes Zeichen für das Fest, welches Christen ebenso wie Nichtchristen als wertvoll ansehen: das Weihnachtsfest. Wir bringen unsere Traditionen ein und lassen auch diejenigen anderer Menschen zu. Die Adventssterne sind ein Zeichen für das Kommende: wir bereiten uns auf einen Höhepunkt vor. Der Weihnachtsstern wiederum ist die Zeichen des Kommens Jesu mitten in unsere Welt hinein. Und der Stern als Wegzeichen für die weisen Leute aus dem Morgenland (der Epiphanias-Stern) macht uns das Suchen und Finden, das Sehnen und auch Festhalten unserer Hoffnungen deutlich.

 

Wie gut ist es, dass jede und jeder von uns, die auf dem Weg durch die Weihnachtszeit sind, andere Erfahrungen und Gestaltungen in dieser Zeit in die Mitte stellen. Diese Vielfalt soll bewahrt bleiben, auch wenn hier und da alle gemeinsam feiern können: am Heiligabend in vollen Kirchen oder in den versammelten und versöhnten Familien, Silvester – wenn „feurige Sterne“ den Himmel beleuchten oder in den Tagen, da die Sternsinger unterwegs sind – nicht zu vergessen die Faschingszeit mit ihren tanzenden „Sternchen“.

 

Seit Menschengedenken fasziniert das Symbol des Sternes. Gezackt und damit in alle Richtungen weisend, bewegt und leuchtend haben Menschen das Schimmern ferner und unerreichbarer Himmelskörper in ihr Sehnsuchts-Blickfeld hinein genommen. Träume und Wünsche drückt dies aus, vieles von dem, was wir auf der Erde nie erreichen können, das Himmlische. Die Botschaft des Weihnachtsfestes ist so tief bei Menschen verwurzelt, dass sie das Miteinanderfeiern sozusagen heraus fordert: aus dem Alltag einfach hinein in ein Fest!

 

In unseren Kirchen hat dies seinen festen Ort: machen auch Sie sich auf den Weg … wie die Weisen aus dem Morgenland, die es sich nicht nehmen ließen, zu suchen und zu finden. Am Heiligabend und auch am 2. Weihnachtsfeiertag sind Menschen in unseren Kirchen, die das Wunder der Geburt Jesu mit Worten, Musik und Spiel in leisen und lauten Tönen für viele lebendig machen möchten: die Botschaft vom Frieden, der so angekratzt und verzagt ist, wird wieder laut und macht unsere Sehnsüchte lebendiger. Damit aus diesem Frieden etwas wird, was alle brauchen: Menschen im Norden und im Süden, im Abend- und im Morgenland.

 

Henning Utpatel