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GEMEINDE vor ORT… GEMEINDE unterwegs

Besinnung

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Wenn diese Einladung erklingt, dürfen wir hinhören und hinsehen: „Kommt, alles ist bereit!“ So lautet das Motto des diesjährigen Weltgebetstages, vorbereitet von Christinnen unterschiedlicher Konfession in Slowenien. Aus Erfahrung wissen wir, dass es oft nur unter großen Anstrengungen möglich ist, ganz locker zu sagen: Kommt, alles ist bereit. Der Aufwand, der dafür nötig ist, übersteigt manches Mal unsere Kräfte. Wenn nicht Hilfe da ist, kommt da manchmal der Gedanke auf: lassen wir es doch sein, vielleicht gelingt es im nächsten Jahr besser.

Mit dem Motto laden uns die slowenischen Frauen ja nicht direkt in ihre Heimat ein – obwohl es sich sicher lohnen würde, dieses kleine Balkanland einmal genauer kennen zu lernen. Sie nehmen ja eine Einladung der Bibel auf, konkret: Gottes Einladung. Und diese steht immer für uns da: Gott sehnt sich doch danach, dass wir gemeinsam unser Leben gestalten, dass wir auftanken, wo die Sorgen und die Müdigkeit überhand nehmen. Gott lädt uns ein, in seiner Schöpfung auch ein Zuhause zu finden – und da wäre es an der Zeit, sich ihrer Zerstörung stärker entgegen zu stemmen.

Die katholische Künstlerin Rezka Arnus (*1953) möchte mit ihrem Bild, welches Sie auf der Umschlagseite sehen, die bunte Vielfalt des Lebens in ihrem Heimatland zeigen und zugleich dazu Mut machen, eine solche Vielfalt überall zu gestalten. Niemand soll ausgegrenzt werden, es sei denn, er grenzt sich selbst aus mit Lebenshaltungen, die die Buntheit von Gottes Schöpfung in Frage stellen.

Die Passions- und die Osterzeit in den kommenden Monaten bietet viel Gelegenheit, sich Gottes Einladung zuzuwenden. Die Passionszeit kann auf ganz persönliche Weise zur Fastenzeit werden – sei es durch Klimafasten oder den Verzicht auf etwas Liebgewonnenes, das aber für mich oder andere gar nicht gut ist – Sie wissen, das meint Schokolade, Alkohol, viel Autofahren…

Und Ostern dürfen wir spüren: solch ein Fasten grenzt nicht ein, sondern schenkt manches Mal eine ganz neue Freiheit. Und diese kann ich mit anderen teilen, ihnen Mut machen oder mit Ihnen ein herzlichen Osterlachen anstimmen: Ja, der Herr ist auferstanden.

 

H. Utpatel